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Für die Zukunft gerüstet

Posted by Mehmet Dede on 7. April 2022
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Der gesellschaftliche Wandel schreitet in riesigen Schritten voran und nahezu jeder muss seine Geschäftsmodelle danach ausrichten. Dies gelingt manchen Unternehmen besser als anderen, wie Carsten Szameitat, President THE LBMA, erläutert. Zudem zeigt er auf, mit welchen Initiativen sich der Verband für die veränderte Situation gerüstet hat und wie Händler und Anbieter davon profitieren können. Unter anderem lädt er zum Besuch des digitalen Schaufensters Best Retail Cases und der kommenden Events von THE LBMA ein.

Das vergangene Jahr stellte viele Branchen erneut vor zahlreiche Herausforderungen. So wurde deutlich, dass sich viele Unternehmen in der Vergangenheit zu stark auf dem Status Quo ausgeruht haben. Die Auswirkungen der digitalen und gesellschaftlichen Transformation auf das eigene Geschäftsmodell waren für sie reine Zukunftsmusik – bis die Gegenwart mit einer Virus-Pandemie aufspielte und den Wandel deutlich beschleunigte. Die ohnehin seit längerem stagnierende Modebranche rannte lieber jedem kurzfristigen Trend hinterher, als sich um Nachhaltigkeit oder Kreislaufwirtschaft wirklich Gedanken zu machen. Beim Zukunftsthema kassenlose Läden demonstrierte ausgerechnet Amazon dem stationären Handel, was möglich ist. Aufgrund seines Vorsprung rüstet der E-Commerce-Gigant mittlerweile ganze Supermärkte um, während andere noch erste Erfahrungen mit Minifilialen sammeln. Und auch der Trend zur (Instant-)Lieferung von Lebensmitteln wurde verschlafen. Einige Retailer müssen deshalb nun ausgerechnet mit den Start-Ups kooperieren, die das Segment nahezu kampflos für sich erobern konnten. Die Messebetreiber setzten weiter auf hallenfüllende und überdimensionierte Präsenzveranstaltungen, die trotz mancher Besucherrekorde kontinuierlich an Relevanz verloren und in Pandemiezeiten komplett abgesagt oder notdürftig zum reinen Internetevent umgestrickt werden mussten.

Vorreiterrolle belohnt

Natürlich gibt es Positivbeispiele wie die US-amerikanische Supermarktkette Walmart, die bereits 2015 von den Medien für ihre Anstrengungen im Bereich Omnichannel gewürdigt wurde. Mittlerweile profitieren Kunden in den gesamten USA von den massiv ausgebauten E-Commerce-Fähigkeiten des Unternehmens, zu denen die schnelle Lieferung selbst in ländlichen Regionen sowie das Click & Collect von Lebensmitteln in der Filiale gehört. Dies kommt bei den Kunden an: Walmart hat 2021 mit geschätzten 20,4 Milliarden Dollar ein Viertel aller Click & Collect-Umsätze in den USA erwirtschaftet. Durch seine Investitionen sichert sich der Konzern zudem eine weitere Einnahmequelle, da er seine gewaltigen Omnichannel-Kapazitäten nun auch externen (Marktplatz-) Partnern zur Verfügung stellen kann. Walmart ist damit ausgezeichnet für die weiter zunehmende Verschmelzung von On- und Offlinegeschäft aufgestellt.

Digital-Offensive

Die Partner und Mitglieder der Location Based Marketing Association (THE LBMA) agieren zwar (noch) nicht in solchen Dimensionen, haben sich aber ähnlich intensiv mit den Auswirkungen der digitalen Transformation beschäftigt. Im Allgemeinen gehen sie deshalb anders als viele ihrer Wettbewerber nicht geschwächt, sondern gestärkt in die hoffentlich bald beginnende Post-Corona-Zeit. Dabei werden sie von der THE LBMA mit digitalen Kommunikationsoffensiven unterstützt, die innovative Entwicklungen, moderne Technologien sowie vielversprechende Strategien einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. In ihrem Bestreben, die digitale Entwicklung weiter zu fördern, hat die THE LBMA u.a. die Best Retail Cases-Plattform ins Leben gerufen. Hier können Technologie- und Serviceanbieter anhand von Beispielen aus der Praxis erläutern, wodurch sich ihr Ansatz auszeichnet und warum er für Händler und Gastronomen relevant ist. Die halbjährlich vergebenen Best Retail Cases Awards lenken zudem die Aufmerksamkeit auf Cases, die bei einer fachkundigen Jury und/oder den Anwendern selbst besonders gut ankamen. Nach dem erfolgreichen Start in Deutschland wurden im Februar 2022 erstmals die Best Retail Cases Awards für die Schweiz verliehen. Dies ist nur der erste Schritt hin zu einer weiteren Internationalisierung der erfolgreichen Initiative.

Hybride Boutique-Events

Bei der Ausgestaltung ihrer Events hat die THE LBMA die Marktentwicklung ebenfalls im Blick behalten und dabei die Fußstapfen der behäbigeren Dinosaurier ignoriert. Zu dieser Spezies zählen neben Vertretern aus den klassischen Handelsverbänden auch einige physische Großveranstaltungen wie die EuroShop oder die NRF Big Show. Angesichts steigender Standkosten und stetig sinkender Außenwirkung wirken sie mittlerweile noch stärker aus der Zeit gefallen, zumal Neuigkeiten im Internet einfacher, günstiger und effektiver verkündet werden können. Selbst nach der Pandemie werden Messen und Konferenzen dieser Dimension deshalb voraussichtlich nicht in alter Stärke zurückkehren. Mit BoutiqueEvents wie der LOCA Conference, der POS Connect oder der neuen Best Retail Cases Show Week bietet THE LBMA ohnehin einen besseren und persönlicheren Platz zum Austausch zwischen Marktteilnehmern, Experten und interessiertem Publikum. Dabei handelt es sich im Regelfall um Hybrid-Events, die sowohl offline als auch online stattfinden. Wie dies aussehen kann, zeigt beispielsweise die kommende Best Retail Cases Show Week (21./24. Juni 2022), bei der die in Frankfurt stattfindende Konferenz zum einen live gestreamt und zum anderen mit Stammtischen in verschiedenen Ländern sowie informativen Online-Workshops ergänzt wird. Zudem sind die vor Ort befindlichen Teilnehmer und Sprecher abends zu einem gemütlichen Dinner eingeladen. Zusätzlich werden die Best Retail Cases Awards Rubrik E-Commerce verliehen und einige der Retail Cases, die an der Award-Parämierung im September teilnehmen, demonstriert. Wir freuen uns gemeinsam mit Ihnen auf das spannende Jahr 2022

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